Dem Wunsch vieler Gäste nach Ruhe und Exklusivität kommen immer mehr Hotels und Hotelbetreiber nach, in dem sie sogenannte Boutiquehotels eröffnen. Vor allem in den Urlaubsländern Asiens, aber auch am Mittelmeer und zunehmend auch in deutschen Urlaubsregionen ist dieser neue Hoteltyp zu finden. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff.

Zunächst einmal gibt es keine offizielle Definition von Boutique-Hotels. Der Begriff wurde erstmals 1984 von Steve Rubell verwendet, der damit sein Morgans Hotel in New York bezeichnete (er war auch Gründer des Studio 54-Clubs). Es sollte sein Hotel von den großen Massenhotels unterscheiden, so wie sich eine Boutique von einem Kaufhaus unterscheidet.

Die ersten Hotels die den Namen verwendeten waren in Paris, New York und London. Meistens handelt es sich dabei um kleinere Hotels mit 10 bis 100 Zimmern. Viele haben sich – vor allem in den Großstädten – auch ein Thema gegeben, dass sich dann durch Ausstattung und Einrichtung zieht. Vor allem sogenannte Art-Hotels und Design-Hotels sind in der Boutique-Kategorie zu finden.

Antwort auf Sterne-Vergabe

Die Boutique-Hotels waren auch eine Antwort auf die zunächst von der Schweiz voran getriebene Marketing-Experten einfach neue Bezeichnungen: So kamen die Art- und Design-Hotels auf, die Ressorts und Retreats sowie Wellness-Hotels und eben auch die Boutiquehotels.

Mittlerweile haben die großen Hotelketten das Potenzial der Boutique-Hotels erkannt und eigene Unterfirmen und -Marken gegründet, um sich diesen Markt zu erschließen. Marriot hat zum Beispiel die Marke Edition als Luxus-Boutique-Hotels ins Leben gerufen, um Altes neu zu verpacken.

Der Gast sucht in einem Boutique-Hotel vor allem Abgeschiedenheit und Ruhe. Kleinere Hotels werden bewusst gewählt, weil sie meist familienfreundlicher sind und in der Regel auch keine Tagungshotels sind. Dennoch kann man sich darauf nicht verlassen und manches normale Hotel hat sich schon einfach nur umbenannt, um den Trend mitzumachen.

Author emma
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